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Investmentfonds



Ein Fonds bezeichnet ein unter Verwaltung stehendes Vermögen, welches auf dem Kapitalmarkt. investiert wird. Fonds unterscheiden sich in 4 Gruppen:


Aktienfonds investieren in Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen.

Immobilienfonds investieren in Immobilien, also Grundstücke und Gebäude.

Geldmarktfonds legen das Geld der Kunden auf dem Geldmarkt in Form von Termingeldern an.

Rentenfonds kaufen hauptsächlich fest verzinsliche Papiere wie z.B. Bundesschatzbriefe.

Ein Fonds wird von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet, die Anteile an dem Fonds herausgibt und das Geld dann entsprechend der Natur des Fonds anlegt. Häufig verwalten Fonds Milliardenbeträge. Viele Fakten sprechen für eine Geldanlage in Fonds:


  • Der Fondsmanager trifft die Anlageentscheidungen für den Fonds, und ist als solcher in seinem Gebiet im Regelfall besser informiert als der Normalanleger

  • Auch Kleinanleger sind in der Lage, durch Fonds ein repräsentatives Investitionspaket zu erwerben, bei dem auch eine bessere Risikostreuung möglich ist

  • Einlagen und Sparpläne sind im Regelfall schon ab kleineren Summen möglich

  • Ein Fonds kann in Märkte investieren, die ein Normalanleger gar nicht oder nur mit hohem Aufwand erreichen kann


Anleger sind Leute, die fundamental gute Werte kaufen. Spekulanten hingegen kaufen in der Hoffnung, später an jemand anderen zu einem höheren Preis verkaufen zu können.“

Sir John Templeton


Investmentgesellschaften legen das von Anlegern eingezahlte Geld nach dem Prinzip der Risikostreuung an in Wertpapieren, Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien. Anleger haben die Auswahl zwischen verschiedenen Fonds, die unterschiedliche Anlagenschwerpunkte setzen.

Für private Anleger bieten Investmentfonds die Möglichkeit, sich auch schon mit relativ geringen Beiträgen an einem gut gemischten Depot zu beteiligen. Es können nicht nur komplette Anteile erworben werden, sondern auch Bruchteile, wenn man zum Beispiel einen glatten Anlagebetrag investieren will. Fonds sind im allgemeinen wegen der Kursschwankungen eher als langfristige Geldanlage zu betrachten.

Der Wert eines Investmentfonds-Anteil wird börsentäglich neu bestimmt. Zwei Ertragsarten kennzeichnen die Fondsanlage: Die Dividende, die wie Zinseinnahmen im Rahmen der Freibeträge versteuert werden muss und die Kursgewinne, die nach einem Jahr steuerfrei sind. Die jährlichen Dividenden werden normalerweise gleich in weitere Fondsanteile angelegt.


Der Kunde zahlt bei Erwerb von Fondsanteilen einen Ausgabeaufschlag (zwischen 1 und 7 Prozent der Anlagesumme, im Durchschnitt 5 Prozent). Dazu fallen bei manchen Investmentgesellschaften jährliche Depotgebühren vom etwa 20 DM an.


Die Kontoeröffnung bei den Investmentgesellschaften läuft über Banken und Sparkassen, deren Töchter die Investmentgesellschaften zumeist sind, oder besser über unabhängige Finanz- und Vermögensberater.


Es gibt die verschiedensten Arten von Fonds, die sich durch regionale oder Branchenschwerpunkte oder einfach in der Zusammensetzung der Anlageformen unterscheiden.


  • Rentenfonds beinhalten festverzinsliche Wertpapiere in- und ausländischer Emittenten. Sie stellen mit Abstand die beliebtesten Fonds dar und gelten als sichere Anlage.

  • Aktienfonds legen die Gelder in Beteiligungspapiere in- und ausländischer Aktiengesellschaften an. Auch diese Fonds erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Anlegern.

  • Länder- oder Regionalfonds setzen beim Kauf von Wertpapieren auf bestimmte Länder oder Regionen (Europa, Europäische Währungsunion, Fernost, Nordamerika). Sie sind zumeist auf Aktienanlagen spezialisiert. Nachteil von solchen Anlagen sind das Wechselkursrisiko sowie das Risiko, dass in dieser Region Wirtschaftskrisen die Werte der im Fonds enthaltenen Aktien drücken.

  • Branchenfonds haben sich als Aktienfonds auf den Wertpapiererwerb in bestimmten Industriezweigen spezialisiert: Chemie, Automobil, Pharmaindustrie oder auch Umweltfonds. Solche Branchen sind leichter in ihrer künftigen Entwicklung zu beurteilen, allerdings können große Mischkonzerne, die in den nicht zum Fondschwerpunkt gehörenden Geschäftsbereichen Verluste einfahren, das Abschneiden der Konzern-Aktien und damit der Fondsentwicklung verschlechtern.

  • Geldmarktfonds legen Kapital in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit (weniger als ein Jahr) an. Dieser Fond lohnt sich auch für kurzfristige Geldanlagen und ist flexibler als Termineinlagen.

  • Indexfonds sind Aktienfonds mit Schwerpunkt auf einem bestimmten Aktien-Index, zum Beispiel DAX (große Industrieunternehmen), M-DAX (mittelgroße Industrieunternehmen), Neuer Markt (junge Technologieunternehmen aus den Bereichen Umwelttechnik, Biotechnologie, Telekommunikation und Multimedia)oder Euro-Stoxx 50 (die 50 Größten der Europäischen Währungsunion).

  • AS-Fonds sind Alterssicherungs-Fonds, die in festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Immobilien mit mindestens 51 Prozent in Substanzwerten (Aktien, Immobilien) investieren. Die Mindestlaufzeit beträgt 18 Jahre oder bis Sparer das 60. Lebensjahr vollendet haben. Jedoch hat man auch die Möglichkeit, ohne Verlust vorher zu kündigen. Nach Ablauf können die Anleger den Betrag auf einmal oder als Fondspension beziehen.

  • Dachfonds legen das Geld der Anleger in Anteile verschiedener anderer Fonds an.

  • Immobilienfonds legen das Geld der Anleger ausschließlich in Immobilien an. Die Rendite ergibt sich aus der Wertsteigerung und den Mieteinnahmen.


Über 4500 Investmentfonds sind in Deutschland zugelassen. Einen Einblick in die Vielfalt dieser Fonds bieten Fondlisten in Zeitschriften und in unserer Fondsdatenbank. Einen vollständigen Überblick über das Angebot kann nur ein Investmentberater behalten, der sich tagtäglich mit der Thematik auseinandersetzt. Ein Berater wird mit Blick auf Interessen und Ziele des Anlegers objektiv den richtigen Fonds empfehlen. Besonders vorteilhaft sind Berater, die unabhängig von Konzern- und Bankinteressen arbeiten, denn ein Berater bei einer Bank wird normalerweise nur Produkte seines Hauses anbieten können.


Informationen über Börsentrends und aktuelle Empfehlungen finden Sie auf unserer Aktuelles - Seite


Diese Publikation stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Wertpapiere wie Investmentfonds sind zeitweise größeren Kursschwankungen unterworfen. Bei Wertpapieren, die in ausländischen Währungen notieren sind Devisenschwankungen in Betracht zu ziehen. Bei Fragen zu den hier formulierten Sachverhalten wenden Sie sich bitte an unsere Berater

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Literatur zum Thema:

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Bernd W. Glöckner: Systematisch reich mit Aktienfonds.
Die Erfolgsgeheimnisse der Gewinner.
Bodo Schäfer, Bernd Reintgen: Wohlstand ohne Streß.
Wie Sie mit Fonds Ihr Geld in vier Jahren verdoppeln.
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